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Ich selbst habe seit ca. 10 Jahren Koi bei mir zu Hause im Gartenteich. Wie die meisten von uns habe ich auch erst einmal mit ein paar einfachen Goldfischen angefangen. Ein Gärtner hat mir beim Bau des ersten Teiches geholfen. Er hat mir gezeigt wie die Teichfolie ausgelegt wird und die Pflanzen mit dem Kies eingebettet werden. Ich hatte auch keine Ahnung über den Aufbau eines Teiches, die Pflege und all das, was damit noch auf mich zukommen wird. Wir haben dann auch – weil es so schön ist, ein paar Fischchen reingesetzt. Alles ist wunderbar gewachsen. Der Gärtner hatte uns natürlich jede Menge Grünes mit dazu verkauft.
Schon etwa zwei Jahre danach war alles so zugewachsen und ineinander verwuchert, dass wir eigentlich nur noch damit beschäftigt waren in dem kleinen Teich die wild wuchernden Teichpflanzen zu kürzen oder ganz zu entfernen.
Auch haben wir dann etwa zu dieser Zeit die ersten Koi kennen gelernt. Wir fanden diese schönen, bunten und gefleckten Fische damals einfach nur niedlich und „mal was andres.“ Was uns allerdings keiner erzählt hat war, dass diese Fische auch noch grösser werden. Unserer Meinung nach war in unserem Teich noch genügend Platz für noch weitere Fische.
Etwa 5 Jahre später wurde der Teich dann doch auch für meine Empfindungen etwas zu eng. Für etwa 80 Goldfische und fünf oder sechs Koi von etwa 40 cm waren die etwa 4m³ Wasser dann doch sehr wenig. Zumal die Koi schon so gross waren, sodass sie nicht mehr in der Uferzone, sondern nur noch im „Tiefen“ schwimmen konnten.
Als ich dann wieder einmal mit meiner Familie bei einem Zoohändler Futter für meine Fische kaufen wollte, schaute ich mir auch seine Neuzugänge aus Japan an und kam mit dem Verkäufer ins Gespräch. Er fragte auch nach meinem Wasservolumen und dem Fischbesatz.
„Sie können sich gerne unsere Fische hier anschauen, aber verkaufen werde ich ihnen keine. Vergrössern sie erst einmal Ihr Becken, dann können wir wieder einmal darüber reden“, sagte er. „Das ist ja“ und er deutete dabei auf meine zwei Kinder, „als würden sie beide Kinder zusammen in einer Telefonzelle grossziehen.“
Ich wusste ja um die Probleme. Aber was sollte ich machen? Die Fische weg geben? Nö - die Tiere waren uns doch “ans Herz gewachsen”.
Nach ein paar Wochen war der Entschluss gefasst. Mit der Familie habe ich alles besprochen und wir haben geplant, den kleinen Teich zu vergrössern.
Kurz um, es hat mich ca. 2 Jahre an Eigenleistungen und `ne Menge Geld gekostet, den Teich so fertig zu stellen, wie er jetzt ist. Wir sind jetzt schon zufriedener mit dem neuen Teich. Wir müssen nicht mehr jeden Tag die Filtermatten auswaschen, weil der kleine Filter schon wieder verstopft war. Auch wuchern nun keine Pflanzen mehr ineinander – weil wir keine mehr haben. Diesen Aufwand sind wir nun los. Bedenkt man, dass ich nun 30m³ Wasservolumen habe, dann erkennt auch der Laie, dass nun die Probleme anders angeordnet sind. Aber das wussten wir vorher. Trotzdem sind wir jetzt mit dieser Lösung wesentlich zufriedener und kennen unsere Aufgaben und wissen um die Probleme, die auftreten können. Man lernt ja auch mit. Nun haben wir auch unseren Bestand auf mittlerweile 16 Koi erweitert. Vielleicht kommt jedes Jahr wieder ein Koi dazu – mal sehen.
Eigentlich bin ich von Haus aus ja ein Technik-Freak. Elektronikbasteleien haben mich schon in früher Kindheit beschäftigt. Heute in meinem Beruf kann ich es mir nicht mehr erlauben, wie früherer, eine wage Basteleien als „mein Werk“ zu bezeichnen. Ich arbeite als Flugzeugelektroniker am Flughafen und habe somit auch eine gewisse Verantwortung. Arbeitssicherheit und Sorgfalt beim Umgang mit Vorschriften und Wartungstoleranzen lassen wenig – eigentlich keine Freiheiten zu. Als Ausgleich zu meinem Wechseldienst mache ich mir einfach an meinen Teich bequem und schaue frühmorgens schon einfach nur den Fischen zu. Dabei beobachte ich deren Verhalten, füttere sie vielleicht aus der Hand oder geniesse einfach die Grazie und Ruhe, die so ein Fisch ausstrahlt, wenn er gemütlich seine Bahnen zieht. Ich mag es, wenn das Wasser ganz ruhig ist – keine Welle. Dann kann ich meine Koi auch am besten beobachten.
Ich versuche meine Bedingungen am Teich durch techn. Einrichtungen zu überwachen und zu kontrollieren (steuern). So arbeite ich mit der Einbringung von techn. Sauerstoff, zeitweise auch einer Reinigung des Wassers mit Ozon und Eiweissabschäumer, kontrolliert mit ´nem Aquastar.
Unter der Rubrik „Gartenteich“ zeige ich Dir noch ein paar Bilder von meinem Teich.
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